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Eine Ode für den Hanf

50 Jahre ist es her, da wurde mir mein Leben schwer.
Als Droge wurde ich eingestuft, was sofort nach Gesetzen ruft.
Verboten wurd ich in der Schweiz, was blieb war des Verbotnen Reiz.
Als Absturz galt sogleich ein Kiffer - kein Vergleich zum Alki-Siffer...

Der Versuch mich zu erstehen, musste stets geheim geschehen.
Verkauft wurd ich mit Heroin, mit LSD und Kokain.
Es kamen jedoch andre Zeiten und ich begann mich auszuweiten.
Illegal, doch akzeptiert - im Volk hat sich das etabliert.

Gesetzlich sein wie Alkohol, wie Tabak, eih da würd mir wohl:
Im Mass genossen ein Genuss, Suchtmittel nur bei Überfluss!
Ich weiss, dass manche mich missbrauchen, doch bin ich sonst auch zu gebrauchen.
Ich wachse schlichtweg überall, Vielseitgkeit ist eh mein Fall:

Seile, Kleider und Papier stellte man einst her aus mir.
Als Papier schon ich die Wälder, und fülle gleich noch leere Felder.
geerntet werd ich mehrmals jährlich, pflegen muss man mich nur spärlich.
Ne Lösung also für die Bauern, die um die "guten Zeiten" trauern...

Auch im Haushalt bin ich nütze, da ich vor lästigen Fliegen schütze.
Gepflanzt auf Balkons oder Matten, spend ich nach kurzer Zeit schon Schatten.
Auch seh ich heutige Gefahren, vor BSE könnt ich bewahren.
Denn meine Samen kann man füttern, ohne Hirne zu erschüttern.

Mein Leben läuft auf vielen Schienen, doch immer möchte ich jemand dienen.
Bevor "Chemie" erfunden war, half ich den Kranken wunderbar:
Als Salbe kann ich Schmerzen lindern, bei Tieren ebenso wie Kindern.
Migräne, Brechreiz, "Frauenweh" bekämpf ich in der Form von Tee.

Beim Kochen/Backen in der Küche, verström als Zutat ich Gerüche.
Aroma schenke ich dem Brot, bin Abwechslung zum Weizenschrot.
Neu komm ich in Bergkäse rein, und schmecke dabei Gross und Klein.
Auch "süsse Leute" sind mir wichtig, mit Bonbons lieg ich da wohl richtig.

Vergänglich süss im Mund der Bengel - vergänglich auch sind meine Stengel.
Wie Holz kann man die resten brauchen, die ohne Gift beim Feuern rauchen.
Wenn klappt, was ich schon lange hoff, werd ich in Zukunft zu Treibstoff.
Wenn manche mit dem Erdöl geizen, kann ich als Biomasse heizen.

Die Vielfalt scheint schon fast extrem, doch gibt es dabei ein Problem:
Den Grenzwert gilt es einzuhalten, sonst können plötzlich andre walten.
Sonst werd ich plötzlich konfisziert - wies in der Schweiz recht oft passiert.
Grenzen sind zwar sehr sinnvoll, doch eines find ich gar nicht toll:

Ich tu beim Wachsen, was ich kann und bin trotzdem zu hoch stets dran.
Von Menschen wurd ein Wert bestimmt, der aufs Gewächs kaum Rücksicht nimmt.
Selbst für normale Beuteltee, besitz ich zu viel THC.
Zu ziehn das Fazit ist banal: Verschenkt wird mein ganz Potenzial!

Lotti

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